Bei Kenz’s Gaba Oolong Reisepläne schmieden

Unser japanischer Kollege und Mitbewohner Kenz son ist bei Zealong für die perfekte Verpackung des Tees zuständig. Kenz ist Lehrer für chinesische Teekultur. Bevor er zu Zealong kam, importiere er nur die feinsten Teesorten für seinen einstigen Tee-Salon in Tokio.

Völlig neu für uns war der Gaba Oolong, den uns Kenz probieren ließ. Dabei konnten wir viel von ihm lernen und Reisepläne schmieden. Gemeinsam haben wir zwei außergewöhnliche Sorten Gaba Oolong verkostet, die aus einem Teegarten im Norden Taiwans stammen und sich dennoch geschmacklich sehr unterschieden.

Gaba durchläuft im Vergleich zum Oolong einen weiteren Produktionsschritt. Nachdem ersten Welken werden die Teeblätter ins Vakuum verpackt. Während dieser Phase fermentieren die Blätter. Anschließend werden die Blätter ausgepackt und an der Luft weiter oxidiert. Der Prozess wird vom Tea Master mehrfach wiederholt. Der Tee erhält dadurch seinen typischen Geschmack.

Kenz berichtete uns, dass Gaba Oolong für gewöhnlich, auf Grund seines sauren und strengen Geschmacks, in seiner Heimat Japan unbeliebt ist. Wir hatten noch nicht einmal von Gaba gehört, so konnten wir wunderbar das Tea Tasting genießen, ohne Vorurteil oder eher ohne Vorgeschmack. 😜

Gaba steht für gamma-amino butyric acid bzw. auf Deutsch γ-Aminobuttersäure, ein Neurotransmitter, der bei der Produktion entsteht und dem gesundheitliche Vorteile zugeschrieben werden. Wir trinken Tee immer, weil er uns schmeckt, daher findet Ihr hier keine Auflistung des medizinischen Aspekts.

Zuerst verkosteten wir einen Gaba Oolong aus dem Jahr 2017. Die leicht gerollten mittelgroßen Blätter werden im Aufguss zu einer angenehm süßen Tasse, dazu breiten sich dezente Aromen von Holz und Nüssen im Mund aus. Wir haben ganz sicher 6-8 Aufgüsse gemacht.

Im Anschluss verkosteten wir den zweiten Gaba Oriental Beauty Oolong aus dem Jahr 2010. Einen angenehmeren Geschmack hätte ich mir nicht vorstellen können. Der Tee streichelte die Zunge, so sanft wie eine Feder, mit dem süßen Geschmack von Honig.

Die Besonderheit des Oriental Beauty ist, dass die Teepflanze in der Wachstumsperiode von Zirkaden angeknabbert wird. Die betroffenen Teefelder liegen meist in der Nähe von Reisfeldern, die von den Insekten bevorzugt werden. Die Teepflanze bildet daraufhin ein Pheromon, das Spinnen anlockt. Die Spinne ist ein natürlicher Feind der Insekten. Außerdem wird das Wachstum der Teepflanze dadurch stark verlangsamt, so werden bei der Ernte nur sehr geringe Erträge erzielt. Bei der Verarbeitung zeigt sich jedoch, dass der von der Teepflanze gebildete Liquor eine außergewöhnliche Süße im Teegeschmack ergibt.

Während der Verkostung redeten wir auch über den Teeanbau in Taiwan. Wir waren uns einig: Taiwan ist ein interessantes Reiseziel! Zwei Tage später war der Flug gebucht mitten ins Herz Asiens nach Taiwan ❤️🇹🇼

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Our Japanese colleague and roommate Kenz son is responsible for the perfect packaging of the Zealong tea. Kenz is a teacher of Chinese tea culture. Before he came to Zealong, he imported only the finest teas for his former tea salon in Tokyo.

Completely new to us was the Gaba Oolong, which Kenz let us try. We were able to learn a lot from him and to make some travel plans. Together we tasted two extraordinary varieties of Gaba Oolong, which originate from a tea garden in the north of Taiwan and yet differ greatly in taste.

Gaba goes through another production step compared to Oolong. After first wilting, the tea leaves are vacuum packed. During this phase, the leaves ferment. The leaves are then unpacked and further oxidized in the air. The process is repeated several times by the Tea Master. The tea gets thereby its typical taste.

Kenz told us that Gaba Oolong is usually unpopular in Japan because of his sour taste. We had not even heard of Gaba, so we could enjoy the Tea Tasting, without prejudice or rather without a previous taste. 😜

Gaba stands for gamma-amino butyric acid, a neurotransmitter that is produced during production and for which health benefits are attributed. We always drink tea because it tastes good, so you will not find a list of the medical aspect here.

First, we tasted a Gaba Oolong from 2017. The slightly rolled medium-sized leaves are in the infusion to a pleasantly sweet cup, to spread out subtle aromas of wood and nuts in the mouth. We sure made 6-8 infusions.

Afterwards we tasted the second Gaba Oriental Beauty Oolong from 2010. I could not have imagined a more pleasant taste. The tea stroked the tongue, as gently as a feather, with the sweet taste of honey.

The peculiarity of the Oriental Beauty is that the tea plants are nibbled by cicadas in the growing season. The affected tea fields are usually near rice fields, which are preferred by the insects. The tea plant then forms a pheromone that attracts spiders. The spider is a natural enemy of insects. In addition, the growth of the tea plant is slowed down, so only very low yields are obtained at harvest. However, the processing shows that the liquor produced by the tea plant gives an extraordinary sweetness in the tea taste.

During the tasting we talked about tea cultivation in Taiwan. We agreed: Taiwan is an interesting destination! Two days later, the flight was booked right into the heart of Asia to Taiwan ❤️🇹🇼

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Bärbel Krause sagt:

    Ich freue mich schon auf eine Gaba Oolong Kostprobe mit Euch 😘

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  2. coffeeaunt sagt:

    Gaba Oriental Beauty Oolong – den schmecke ich förmlich schon auf der Zunge … allein durch Eure fast sinnliche Beschreibung … ich würde mich glatt mal zu einer Tasse hinreißen lassen!

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